Hallo, ihr Lieben!
Ich sitze gerade im Flugzeug nach Frankfurt und komme doch jetzt erst dazu, hier weiterzuschreiben… Das tut mir leid! Ich dachte, ich schaffe das noch früher. Naja, jetzt bin ich also auch hier endlich im neuen Jahr angekommen. Viel Spaß mit dem Bericht über meinen Januar!
Am zweiten Januar war ich nachmittags zu Besuch bei einem Ehepaar aus der Gemeinde in New York. Der Mann leitet die Musik in der Gemeinde und die beiden haben an dem Nachmittag noch ein paar andere Leute aus der Gemeinde eingeladen. Es gab etwas zu essen und danach wollte er mit mir Musik machen. Das hat eigentlich Spaß gemacht, ich fand‘s nur ein bisschen komisch, dass die anderen auch alle noch da waren und sich eigentlich unterhalten wollten. Aber es war trotzdem ein schöner Nachmittag und ich war auch länger da, als ich gedacht hätte. Abends sind dann Florentina und ihre Schwester zu mir gekommen, wir haben den ersten Teil von Star Wars geguckt. Ich hatte den Film ja vorher noch nie geguckt, fand ihn aber tatsächlich besser als erwartet! Wir hatten einen sehr schönen Abend und es war auch der letzte mit Florentinas Schwester, die am nächsten Tag nämlich wieder nach Deutschland geflogen ist.
Ich war am nächsten Tag mit einem neuen Au Pair – sie heißt Laura, kommt aus Brasilien und wohnt etwa fünf Minuten mit dem Auto entfernt (zu Fuß wären das bestimmt 45 Minuten…) – in der Stadt. Wir sind nach Staten Island gefahren, wo wir ein bisschen Zeit verbracht haben. So viel gibt es da aber irgendwie auch nicht zu sehen und zu tun. Danach waren wir beim Times Square wieder in diesem Friends Café und dann noch im Museum of Modern Art. Da war ich ja im Juli schonmal mit meiner Familie, es war aber trotzdem nochmal schön und mir sind auch einige neue Gemälde aufgefallen. Laura und ich hatten einen schönen Tag in der Stadt und haben uns gut verstanden!



In der Woche danach hatten die Kinder ja wieder Schule und ich hab mich an einem Tag vormittags mit Florentina getroffen. Wir haben ein Crêpe Café ausprobiert, was auch sehr lecker war. Ich hatte einen Crêpe mit Erdnussbutter, Bananen und Erdbeeren. Dabei haben wir uns wieder unterhalten und hatten eine sehr schöne Zeit zusammen. Am Freitagabend haben wir uns auch wieder zu einem Filmabend getroffen und waren vorher noch bei Subway und einem Frozen Yogurt Laden, was beides sehr lecker war.
Am Samstag hatte ich vormittags erstmal eine Videokonferenz für meinen letzten College Kurs. Diesmal habe ich einen Online Kurs über International Business gemacht. Da musste ich bei zwei Videokonferenzen dabei sein und die folgenden vier Wochen acht Aufgaben machen. Das war ein bisschen anstrengend und nervig, aber auch ganz interessant. Ich war aber auch sehr froh, als ich damit fertig war. Nachmittags war an dem Tag aber das Cluster Meeting für den Januar. Wir haben uns ein Eishockeyspiel der LIU angeguckt, was ganz cool war. Zwischendurch kamen auch zwei der Spielerinnen zu uns, die nicht mitspielen konnten, denen wir dann Fragen zum Spiel stellen konnten. Das war auch ganz cool eigentlich. Nach dem Spiel waren wir noch mit einigen Au Pairs bei Chick-fil-A, das ist eine Fast Food Kette, die ich sehr gerne mag. Da saßen wir sehr lange und haben uns einfach unterhalten, was eigentlich ganz schön war. Ich war dann aber irgendwann auch froh, wieder zu Hause zu sein. Wir haben auch ein Foto gemacht mit allen, die bei Chick-fil-A dabei waren, und das hat irgendwer auf Instagram hochgeladen und die Flaggen der Herkunftsländer aller Personen dazugeschrieben. Das fand ich eine sehr coole Idee und dadurch ist mir nochmal bewusst geworden, wie wertvoll diese Erfahrung ist. Denn wann hat man schonmal die Gelegenheit, an einem ganz normalen Wochenende mit Leuten aus so vielen unterschiedlichen Länder zusammenzusitzen?
In der nächsten Woche waren Florentina und ich freitags bei Soul Brew frühstücken, das war sehr lecker und wie immer schön. An dem Nachmittag sind meine Gastfamilie und ich wieder spontan nach Pennsylvania zum Skifahren gefahren. Wir haben dort ein Haus gemietet, was diesmal auch näher an dem Berg war, wo wir Skifahren waren. Ich bin dieses Mal aber nur so mitgekommen und gar nicht Ski gefahren. Ich fand das Wochenende aber trotzdem schön und ich habe, glaube ich, noch nie so viel Schnee gesehen, wie an diesem langen Wochenende! Meine Gastmutter ist nur leider gestürzt und hat sich die Nase leicht gebrochen. Ein Kind aus der Skischule ist ihr über die Skier gefallen, sodass sie gestürzt und hart auf das Gesicht gefallen ist. Ihr Helm hatte sogar eine Delle. An dem Abend waren meine Gasteltern also in der Notaufnahme und ich bin mit den Kindern in dem Ferienhaus geblieben. Meiner Gastmutter ging es einigermaßen gut, ihre Nase tat halt stark weh und sie wird auch eine Gehirnerschütterung gehabt haben. Sie hat uns aber trotzdem am letzten Tag alleine zurück nach New York gefahren. Das ganze ist übrigens auch noch an ihrem Geburtstag passiert… Abgesehen davon hatten wir aber ein schönes langes Wochenende, wir waren auch in einem Schwimmbad, wo es einige Rutschen und so gab, und wir waren in einem Hibachi Restaurant, wo das Essen ja am Tisch gekocht wird und da auch eine kleine Show draus gemacht wird. Außerdem waren wir wieder Snowtuben, das ist ja so ähnlich wie Schlittenfahren, aber auf so extra Bahnen und man rutscht auf so großen Schwimmringen quasi den Berg runter. Das macht eigentlich echt Spaß, es war nur leider ziemlich voll, sodass man immer lange warten musste, bis man endlich einmal den Hügel da runterrutschen konnte. Außerdem hat es geschneit und ich hatte weder eine Schneehose, noch eine Brille haha aber es hat trotzdem Spaß gemacht!








Am nächsten Tag habe ich mich mal wieder mit Giovana getroffen, das war sehr schön und wir haben uns wieder gut unterhalten. Wir haben uns unter anderem über Fußball unterhalten und da hat sie mir erzählt, dass in Brasilien viele den Ausdruck „sieben zu eins“ auf deutsch kennen, das fand ich sehr lustig. Später in der Woche haben Florentina und ich uns auch wieder getroffen, wir haben bei ihr gekocht. Und zwar haben wir Kartoffel-Blumenkohl-Auflauf gemacht, der ist richtig lecker geworden! Das hat uns beide wieder sehr glücklich gemacht hahah Abends war ich mit den Kindern bei einem Event der Schule von meinem älteren Gastkind. Da wurde zuerst eine Geschichte vorgelesen und dann haben die Kinder was Kleines gebastelt. Das war wieder ganz nett eigentlich, ich bin nur leider an dem Abend krank geworden, was ich da auch schon gemerkt habe. Am nächsten Tag habe ich dann gar nicht so richtig gearbeitet, meine Gastmutter meinte, ich soll mich ausruhen. Das tat mir ein bisschen leid, denn mein Gastvater war schon die ganze Woche krank und jetzt musste meine Gastmutter alles alleine machen mit den Kindern. Aber es hat alles geklappt und am nächsten Tag ging es mir auch wieder viel besser.
So gut, dass ich mit Florentina in die Stadt gefahren bin. Das fand ich meiner Gastfamilie gegenüber ein bisschen doof, weil ich halt am Freitag so krank war, dass ich nicht gearbeitet hab und am Samstag dann auf einmal gesund genug war, den ganzen Tag in der Stadt zu verbringen… Aber es ging mir wirklich schon viel besser und die ganze frische Luft hat auch gut getan. Florentina und ich waren jedenfalls morgens zuerst bei der Statue of Liberty. Das war eigentlich ganz cool, aber auch nicht so krass wie man es sich vorstellt haha also eigentlich kann man die Statue aus weiterer Entfernung besser sehen als von so nah dran. In dem Ticket ist aber auch noch ein Besuch auf Ellis Island mit inbegriffen. Da waren wir also im Anschluss und das war richtig interessant. Auf Ellis Island sind ja früher ganz viele Immigranten angekommen, die eben in die USA ziehen wollten. Das Gebäude, wo die alle angekommen sind, ist heutzutage ein Museum und das haben wir uns angeguckt. Das war richtig interessant und irgendwie auch krass, da zu sein. Man kann richtig in diese Halle, wo die Menschen warten mussten, um entweder einreisen zu dürfen oder eben nicht. Das fand ich also sehr cool. Als wir dort fertig waren, sind wir wieder nach Manhattan gefahren und waren dort im 9/11 Museum. Das ist auch ein richtig gutes Museum! Sehr zu empfehlen, falls irgendwer von euch mal nach New York kommen sollte. Ich finde, da wurde richtig gut gezeigt und deutlich gemacht, wie krass das damals war. Für mich ist das irgendwie gar nicht vorstellbar, wie tragisch und beängstigend das war. Ich weiß ja, dass daraus Gott sei Dank kein Krieg entstanden ist und ich war da ja noch gar nicht geboren. Außerdem ist das am anderen Ende der Welt passiert. Ich wusste natürlich, dass das nicht so „unwichtig“ war, wie es sich für mich manchmal anfühlt, aber durch dieses Museum ist mir das nochmal deutlicher geworden. Ich hoffe, ich hab das gut erklärt und man versteht mich nicht falsch. Nachdem wir dann etwas gegessen hatten, sind wir zum Rockefeller Center gefahren und waren dort auf der Aussichtsplattform Top of the Rock. Das war extrem schön! Wir haben den Sonnenuntergang geguckt und hatten einfach einen richtig schönen Ausblick auf Manhattan. Ich würde auch sagen, dass Top of the Rock meine liebste Aussichtsplattform war. Und es war auch schön, da mit Florentina zu sein, weil uns beiden diese Stadt so viel bedeutet. Diese Aussicht hat mich einfach extrem dankbar gemacht, dass ich in New York leben darf bzw durfte!











An dem Abend hat es dann sehr doll angefangen zu schneien und auch eigentlich den kompletten nächsten Tag nicht mehr aufgehört. Deswegen war auch kein Gottesdienst, was ich ehrlich gesagt ganz angenehm fand, weil ich so ohne schlechtes Gewissen einfach mal den ganzen Tag zu Hause bleiben und entspannen konnte.
Die Woche über ist nicht viel passiert, aber am Freitagabend sind Florentina und ich nach Chicago geflogen. Das war eine relativ spontane Idee, aber wir hatten ein sehr schönes Wochenende zusammen. Davon werde ich in einem separaten Blogpost erzählen, der wird dann auch nicht so lang.
Das war‘s mit diesem Blogpost, ich hoffe wie immer, dass es euch gefallen hat!
Bis zum nächsten Mal!

Schreibe einen Kommentar