Hallo ihr Lieben!

Nun ist schon wieder viel zu viel Zeit vergangen, aber jetzt fange ich endlich mal wieder einen neuen Blogpost an.

Also, Anfang Februar war ich ja für einen Wochenend-College-Kurs an der Long Island University, darüber hatte ich ja im letzten Blogpost geschrieben. In der Woche danach war auch direkt schon das Cluster Meeting für den Monat Februar. Wir haben uns bei Panera Bread, das ist eine Restaurant/Café-Kette, wo ich auch ganz gerne mal hingehe, getroffen und dort anlässlich des Valentinstages Karten für Kinder im Krankenhaus gestaltet. Das war ganz schön und es hat Spaß gemacht, sich so ein bisschen kreativ zu beschäftigen. Nach dem eigentlichen Cluster Meeting haben Flori und ich dort noch etwas gegessen und uns unterhalten. Dieses Cluster Meeting war ausnahmsweise mal vormittags unter der Woche, weil viele Au Pairs zu dieser Zeit frei haben, da ihre Gastkinder zur Schule gehen. Daher hatten wir allerdings auch nicht allzu viel Zeit uns zu unterhalten, weil wir ja rechtzeitig zur Arbeit wieder zu Hause sein mussten. Es war aber ein schöner Vormittag!

Zwei Tage später bin ich mit meinen Gasteltern vormittags, als die Kinder in der Schule waren, zu Soul Brew gefahren, das ist ein Café ungefähr 20 Minuten von uns entfernt. Dort gibt es jeden Monat neue besondere Kaffeekreationen, die immer sehr süß, aber auch ziemlich lecker sind, obwohl sie eigentlich gar nicht mehr nach Kaffee schmecken. Wir haben uns jedenfalls da unseren Kaffee zum Mitnehmen bestellt und sind wieder nach Hause gefahren. Sehr amerikanisch, ich weiß hahah Das ist in den Wochen und Monaten danach zu unserem Ritual geworden, dass wir immer freitags, sobald die Kinder in der Schule sind, zu diesem Café fahren und uns dort einen Kaffee zum Mitnehmen kaufen.

Als nächstes war Super Bowl Wochenende! Ich habe mich an dem Sonntag mittags mit Flori zum Mittagessen getroffen, wir hatten sehr leckere Burger, und abends habe ich mit ein paar Leuten aus der Gemeinde, in die ich zu der Zeit gegangen bin, den Super Bowl geguckt. Das war eigentlich ziemlich cool und wahrscheinlich auch ziemlich authentisch amerikanisch, wobei ich absolut gar nichts vom eigentlichen Football-Spiel verstanden habe… Ein paar Leute haben versucht, mir ein paar Regeln zu erklären, allerdings ohne Erfolg hahah das, was den Super Bowl aber so besonders macht, sind ja die extrem aufwändigen Werbespots, die zwischendurch immer wieder geschaltet werden, und die Halftime Show. In der etwas längeren Halbzeitpause des Spiels gibt es ja jedes Jahr eine sehr große Show mit einem Konzert. In diesem Jahr war es ein Rapper namens Kendrick Lamar, dessen Musik ich nicht wirklich kenne und auch nicht hören würde, aber die Show war trotzdem cool gemacht. Es war also insgesamt ein cooles Erlebnis und es war auch ein schöner Abend!

Am Valentinstag, der ja hier relativ groß ist, habe ich morgens von meinen Gasteltern Lindorkugeln bekommen und von den Kindern ein kleines Tütchen mit Sachen drin bekommen, die wir eigentlich für die Klasse von meinem älteren Gastkind gemacht hatten. Das fand ich aber beides voll nett, weil ich auch nicht damit gerechnet habe, dass es am Valentinstag überhaupt Geschenke gibt. Der Tag war auch eigentlich nicht besonders, mein älteres Gastkind hat nur aus der Schule ganz viele Geschenke mitgebracht, weil dort sehr viele Kinder so kleine Goodie-Bags für alle mitgebracht hatten. Einen Tag später hat meine Gastmutter dann direkt die ganze Valentinstagsdeko im Haus weggeräumt und stattdessen für Saint Patricks Day dekoriert. Das fand ich auch interessant, mir war nämlich gar nicht so bewusst, dass der hier so gefeiert wird. Für mich war das immer nur ein irischer Tag.

Ansonsten war ich an dem Wochenende danach sonntags mit einigen aus der Gemeinde in einem Burgerrestaurant, das war sehr schön und sehr lecker. Es tut immer gut, mit anderen Leuten etwas zu machen, sich einfach zu unterhalten und Gemeinschaft zu haben. Und wenn ich jetzt so drüber nachdenke, ist es auch ziemlich cool, dass ich einfach mit so vielen richtigen Amerikanern am Tisch saß, die ich komplett alleine quasi kennengelernt habe. Also mich hat ihnen niemand vorgestellt oder so, ich habe die ja nur kennengelernt, weil ich mich getraut habe, ganz allein in eine fremde Gemeinde zu fahren und dort mal zum Gottesdienst zu gehen. Das ist schon echt cool, vor allem, weil ich ja sonst auch gerne mal etwas zurückhaltender bin. Ich bin echt dankbar dafür, dass ich in den Gemeinden, in die ich hier gehe und gegangen bin, immer so viele Menschen kennenlernen kann und so hier meine Gemeinschaft sozusagen aufbaue!

In der Woche danach musste ich sehr viel arbeiten, denn mein älteres Gastkind hatte die ganze Woche Winterferien, ich musste also die ganze Zeit auf sie aufpassen. An dem Freitag hab ich dann vormittags irgendwas mit ihr gemacht, als mich meine Gastmutter (die arbeitet freitags meistens nicht und war deshalb zu Hause) zu sich gerufen hat und mich gefragt hat, ob ich Pläne für das Wochenende hätte. Ich habe verneint, woraufhin sie mich gefragt hat, ob ich dann mit ihnen Skifahren kommen wollen würde. Das habe ich bejaht und sie meinte, dass sie gerade eine Unterkunft gebucht hätte und wir in ungefähr drei Stunden losfahren würden. Ich habe also meine Sachen gepackt und auch für die Kinder einige Sachen gepackt und als mein jüngeres Gastkind dann wieder von der Schule da war, sind wir losgefahren nach Pennsylvania. Dort sind wir abends auch angekommen, haben aber an dem Abend nichts mehr wirklich gemacht. Am nächsten Tag sind wir aber morgens zum Camelback Ski Resort gefahren, wo die Kinder und ich erstmal Skisachen ausgeliehen haben und danach eine private Skistunde hatten. Das war auch eigentlich ziemlich cool und hat Spaß gemacht. Der Skilehrer meinte auch, ich könne das richtig gut und sei ein Naturtalent. Als ich nach der Stunde allerdings alleine auf dem Übungshügel war, habe ich die Kontrolle verloren, bin zu schnell geworden, konnte nicht bremsen und bin hingefallen. Ich habe mir aber zum Glück nicht wehgetan und habe es danach nochmal versucht. Es ist wieder dasselbe passiert und dann habe ich entschieden, dass das eine schöne Erfahrung war, mal Skifahren auszuprobieren, dass ich es aber nicht unbedingt nochmal machen muss. Den Nachmittag habe ich also mit meinem Gastvater und meinem jüngeren Gastkind in der Cafeteria verbracht (in der es Pizza, Pommes und Burger anstatt Kaiserschmarren gab…), während meine Gastmutter mit meinem älteren Gastkind auf höheren Pisten war. Insgesamt war der Tag aber trotz allem ziemlich schön.

Am nächsten Tag waren wir beim Snowtubing, das war ziemlich cool. Das ist ein Hügel, wo so Bahnen eingegraben sind, die man dann auf Tubes (wie Schwimmringe, aber mit Boden und für Schnee) runterrutscht. Das hat echt Spaß gemacht, wir sind ungefähr fünf Mal gerutscht. Man muss oben immer recht lange anstehen, weil immer alle Bahnen gleichzeitig gerutscht werden sozusagen, aber dann muss man halt warten, bis unten alle weg sind und die Nächsten rutschen können. Außerdem gehört diese Snowtubing-Anlage auch zu Camelback und da ist es sowieso im Winter immer voll. Aber es war trotzdem ziemlich cool und wir hatten echt Spaß. Danach sind wir wieder zur Ferienwohnung gefahren, haben alles zusammengepackt und sind auch schon wieder nach New York gefahren.

Am Freitag darauf war in der High School hier eine Veranstaltung hauptsächlich für Kinder, da sind wir auch hingegangen. Bei diesem sogenannten Winter Wonderland gab‘s einige Stationen, wo die Kinder halt verschiedene kleine Aktivitäten oder Basteleien machen konnten. Ich fand es aber besonders cool, mal eine echte amerikanische High School von innen zu sehen. Das war echt wie im Film mit ganz vielen Schließfächern und irgendwie war die Atmosphäre auch so, wie man sie sich aus den Filmen vorstellen könnte. Also dieser Zusammenhalt und die Unterstützung gegenüber der Schule war irgendwie zumindest ein bisschen spürbar. Das war also zum Abschluss des Monats ein sehr cooles Erlebnis.

Und das war‘s auch schon mit meinem Blogpost für den Februar. Es tut mir leid, dass der Post jetzt fast ein ganzes Jahr zu spät kommt. Ich weiß auch nicht, was mich immer davon abhält, diese Texte zu schreiben… Ich danke euch trotzdem, dass ihr bis hierhin gelesen habt und euch für meine Berichte hier interessiert!!

Ganz liebe Grüße aus New York!!