Ihr Lieben!

Hier bin ich wieder mit dem nächsten Blogpost, diesmal erzähle ich euch vom Juni. Viel Spaß beim Lesen!

Am ersten Wochenende im Juni hab ich mich mit einem neuen Au Pair getroffen, die ungefähr zehn Minuten von mir gewohnt hat. Mittlerweile wohnt sie nicht mehr dort, aber dazu komme ich in einem anderen Blogpost. Sie heißt Bruna und kommt aus Brasilien. Wir haben uns das erste Mal getroffen und ich habe ihr ein bisschen die Gegend gezeigt. Wir waren auch in einem Outlet Center in der Nähe, was ziemlich schön aufgebaut ist, ähnlich wie das Outlet Center in Roermond. Wir hatten eine schöne Zeit zusammen, wobei wir zwischendurch ein paar sprachliche Schwierigkeiten hatten. Trotzdem haben wir uns ziemlich gut verstanden!

Am nächsten Tag war ich mit ein paar Leuten aus der Gemeinde hier auf einer Craft Fair, wo es viele selbstgemachte Sachen gab, ähnlich wie auf dem Handwerker Markt in Duisburg. Das war eigentlich ganz nett, wobei ich mir nichts gekauft habe. Ich finde es aber immer sehr nett, wenn die mich einladen, nach dem Gottesdienst sonntags noch etwas mit ihnen zu machen. Das gefällt mir an der Gemeinde hier besonders, dass neue Leute, so wie bei uns in Duisburg, sofort in die Gemeinschaft aufgenommen werden!

In der darauffolgenden Woche waren meine Gastfamilie und ich an einem Abend im Adventureland, das ist ein relativ kleiner Freizeitpark. Das war wieder eine Veranstaltung von den Schulen unseres School Districts. Hier sind die Schulen ja in Bereiche aufgeteilt und je nachdem, wo man wohnt, geht man dann zu einer bestimmten Schule oder hat bestimmte Schulen zur Auswahl, auf die man gehen kann. Das war übrigens auch einer der Gründe, warum meine Gastfamilie im September umgezogen ist: Jetzt wohnen sie/wir in einem besseren School District, wo die Kinder besser gefördert werden können. Jedenfalls waren an dem Nachmittag/Abend nur Familien aus den Grundschulen unseres School Districts in diesem Freizeitpark, was ganz schön war. Die Kinder waren allerdings vom normalen Schultag schon recht müde, weshalb die Laune nur mittelmäßig war, aber es war trotzdem schön.

Am nächsten Tag war dann das Cluster Meeting für den Juni. Wir haben uns abends an einem Strand getroffen, dort Pizza gegessen und wollten eigentlich den Sonnenuntergang gucken, der war aber an dem Tag nicht wirklich vorhanden. Es war trotzdem ein sehr schöner Abend, wir haben nämlich danach mit relativ vielen Leuten Volleyball gespielt, was echt Spaß gemacht hat! 

Am Tag danach war ich mit den Kindern und meiner Gastmutter beim Turnen, obwohl es Samstag war und ich gar nicht arbeiten musste. Die Kinder hatten aber an dem Tag zum letzten Mal vor den Sommerferien Turnen und da konnten die Eltern und anderen Begleitpersonen richtig zugucken. Außerdem wurden Urkunden verliehen. Das war echt süß und ich fand es auch cool, da einfach zuzugucken. 

Am Tag darauf war ich morgens mit meiner Gastfamilie frühstücken und zwar bei Soul Brew, wo meine Gasteltern und ich Freitagmorgens oft Kaffee gekauft haben. Das war sehr lecker, ich mag dieses Café echt gerne!

Eine Woche später war ich mit den Kindern und der Arbeitskollegin meiner Gastmutter, mit der ich auch im Januar schon im Kino war, wieder im Kino, diesmal haben wir den Disney-Film „Elio“ geguckt. Das war auch ein ganz süßer Film, wobei ich nur die Hälfte richtig mitbekommen habe. Mein jüngeres Gastkind hat dieses Mal nämlich nicht den ganzen Film über geschlafen, sondern ist auf mir rumgetobt. Das hat mir aber eigentlich auch nichts ausgemacht, eigentlich fand ich das sogar irgendwie cool hahah ich hab mich so mütterlich gefühlt haha

Außerdem hab ich im Juni noch meinen Führerschein für New York beantragt, das musste ich machen, weil ich verlängert habe. Mein internationaler Führerschein ist zwar drei Jahre gültig, wird hier aber nur ein Jahr akzeptiert. Dieser Prozess läuft in den USA sehr anders ab als in Deutschland. Ich musste mich online dafür anmelden, mir ein relativ langes Dokument durchlesen und dann einen online Test machen, bevor ich zur Behörde musste und da meine Dokumente überprüft wurden. Dann musste ich einen fünfstündigen online Kurs machen, den konnte man aber machen, wann und wo man wollte. Da muss man sich auch eigentlich nur durchklicken und gar nicht wirklich irgendwelche Fragen beantworten. Wenn man damit fertig war, hat man einen Learner‘s Permit bekommen. Damit darf man mit einer über 21-jährigen Person, die einen Führerschein hat, Auto fahren. Da ich ja aber schon meinen deutschen Führerschein hatte, konnte ich trotzdem weiterhin alleine Auto fahren. Mit dieser Fahrerlaubnis soll man dann Fahren lernen und üben und wenn man sich bereit fühlt, kann man eine Fahrprüfung buchen. Ich konnte also eigentlich direkt meine Prüfung buchen, weil ich ja schon fahren konnte. Ich hatte meine Prüfung trotzdem erst im August, weil dieser ganze Prozess doch länger dauert, als es sich anhört und das war dann der nächstmögliche Termin. Von der Prüfung schreibe ich dann im Blogpost über den August, ich habe sie aber bestanden. 

Dann war auch schon der letzte Schultag vor den Sommerferien. Ich bin am ersten Wochenende der Sommerferien spontan nach Washington, DC gefahren und habe dort ein anderes Au Pair besucht. Unsere Gastfamilien sind gut befreundet und ich hatte ihre Gastfamilie auch schon kennengelernt. Die haben ihr erstes Kind bekommen, als ich schon in den USA war und jetzt haben sie auch ein Au Pair. Eins der Reiseziele auf meiner Bucket List war Washington, DC und da diese Familie dort in der Nähe wohnt, konnte ich netterweise bei ihnen übernachten. Das andere Au Pair kannte ich vorher auch gar nicht, aber wir haben uns sofort sehr gut verstanden! 

Ich bin am Freitagmorgen erst mit dem Zug nach New York City gefahren und von dort mit dem Bus nach DC. Da musste ich am Hauptbahnhof (Union Station) dann noch in eine Bahn umsteigen, um nach Maryland in die Nähe der anderen Gastfamilie zu fahren und wurde dort von dem Au Pair und einer Freundin von ihr abgeholt, die an dem Wochenende auch bei der Gastfamilie übernachtet hat. Das Au Pair der Gastfamilie heißt übrigens Julia und ihre Freundin heißt Manu, die beiden kommen aus Brasilien. An dem Abend waren wir an einem kleinen See/Teich bei denen in der Nähe, da gibt es ein paar Geschäfte und man kann schön um den See spazieren. Wir haben dort ein sehr leckeres Eis gegessen und sind zum Abendessen wieder nach Hause gefahren. Julias Gastfamilie ist jüdisch und deshalb feiern sie jeden Freitagabend Shabat. An diesem Freitagabend waren auch ein paar mehr Leute eingeladen und Julias Gastvater hat viel leckeres Essen gemacht. Wir haben also Shabat gefeiert und gegessen. Die anderen Leute, die noch da waren, kamen fast alle sogar aus Israel. Ich fand das sehr interessant und richtig cool, das mal mitzuerleben! Abends haben Manu, Julia und ich noch einen Film geguckt und dann sind wir auch ins Bett gegangen.

Am Samstag sind wir nach DC gefahren und haben den Tag dort verbracht, was sehr cool war. Das Wetter war ein bisschen komisch, sehr drückend warm irgendwie, aber wir hatten trotzdem einen sehr schönen Tag und haben uns echt gut verstanden. Zuerst sind wir am Capitol vorbeigelaufen, dann am Washington Monument, am World War II Monument und am Weißen Haus. Anschließend waren wir bei Chipotle (mexikanische Schnellimbiss-Kette) und haben dort zu Mittag gegessen. Dann sind wir nach Georgetown gefahren, dort ein bisschen rumgelaufen und haben (sehr leckere) Cupcakes gekauft, bevor wir wieder nach Hause gefahren sind. Irgendwie gibt es zu dem Tag gar nicht so viel zu erzählen, obwohl wir alle wichtigsten Sehenswürdigkeiten gesehen haben, würde ich sagen. Ich fand den Tag aber sehr schön und hab mich gefreut, auch dieses Reiseziel von meiner Bucket Liste streichen zu können. Ich habe mich auch mit Manu und Julia sehr gut verstanden. Die beiden sind sehr nett und ich fand es allein schon toll, dass sie in meiner Gegenwart fast nie portugiesisch geredet haben, selbst wenn ich gar nicht richtig in das Gespräch einbezogen war. Insgesamt ist Washington, DC eine ziemlich schöne Stadt, die, zumindest an dem Tag, gar nicht so touristisch ist. Also ich habe sehr wenig Touristen gesehen, was aber auch an den aktuellen politischen Ereignissen gelegen haben könnte, sowie daran, dass es einfach ein ganz normales Wochenende im Juni war. Mich hat das aber nicht gestört, ich fand es im Gegenteil eigentlich sogar besser, so hat es sich sehr entspannt angefühlt.

Abends hat Julias Gastfamilie uns alle zum Essen eingeladen, wir waren in einem chinesischen Restaurant. Das war auch sehr schön und lecker und ich fand es sehr nett, dass sie das gemacht haben. 

Am nächsten Tag musste ich relativ früh schon wieder zurück zur Bushaltestelle, um nach Hause zu fahren. Julias Gastvater hat mich morgens netterweise nach DC mitgenommen, er musste nämlich zur Arbeit dahin. Ich bin dann bei sehr schönem Wetter zur Bushaltestelle gelaufen und hab mir auf dem Weg noch einen Kaffee gekauft. Die Rückfahrt ist ganz gut gelaufen, wir haben nur in Manhattan ewig gebraucht, um zur Bushaltestelle zu kommen. An dem Tag war irgendeine Demo, weshalb einige Straßen gesperrt waren und dann war in Manhattan noch mehr Stau als sowieso schon. Irgendwann sind wir aber angekommen und ich bin mit dem Zug zurück nach Long Island gefahren, wo mein Gastvater mich abgeholt hat. Es war ein sehr schönes Wochenende und ich habe besonders die Zeit mit den anderen beiden Au Pairs sehr genossen!

Danach war der Juni eigentlich auch schon vorbei, das war es also wieder mit diesem Blogpost. Ich hoffe, ihr hattet Spaß beim Lesen! Vielen Dank für euer Interesse und eure Unterstützung aus der Ferne!

Ganz liebe Grüße!