Hallo ihr Lieben!
Hier ist der nächste Eintrag, diesmal geht‘s um den September. Viel Spaß!
Erstmal ging im September die Schule wieder los. Mein älteres Gastkind geht jetzt in die zweite Klasse und mein jüngeres Gastkind ist im Pre-K. Das kommt zwei Jahre vor der ersten Klasse. Sie ist also quasi noch im Kindergarten, aber hier ist das auch schon recht strukturiert aufgebaut und bereitet auf die Schule vor. Sie kriegt zum Beispiel auch jede Woche einmal Hausaufgaben, wo sie einen Buchstaben aus dem Alphabet lernt.
Ich habe mich in der ersten Schulwoche wieder mit Giovana getroffen und sie hat noch zwei andere Freundinnen mitgebracht. Das war wie immer ganz schön. Am ersten Samstag im September war ich mit Florentina in der Stadt, wir waren unter anderem in Chinatown, wo wir was gegessen haben, und an der Brooklyn Bridge. Die haben wir auch überquert und uns ein bisschen in Brooklyn aufgehalten. Wir haben eine Subway (U-Bahn) zurück nach Manhattan genommen und wollten dort in einen Souvenir Shop. Als wir allerdings von der Subway Station wieder hochgekommen sind, hat es extrem geregnet. Wir hatten weder Jacken, noch Regenschirme dabei, aber wir wollten uns jetzt auch nicht ewig irgendwo unterstellen und dachten, zu diesem Laden sei es nicht so weit. Also sind wir im strömenden Regen losgelaufen und, was soll ich sagen, wir sind sehr nass geworden. Es war doch weiter als gedacht und es hat vor allem halt wirklich doll geregnet. Aber es war auch sehr lustig und ich glaube, dieses Erlebnis hat uns irgendwie echt zusammengeschweißt! Der Laden war letztendlich gar nicht so toll, wie wir uns ihn vorgestellt hatten, wobei wir auch sehr abgelenkt von unserem Regenerlebnis waren hahah wir waren wirklich sehr nass. Als wir aus dem Laden wieder rausgekommen sind, hat es (natürlich) nicht mehr wirklich geregnet und wir haben uns, mit einem Stopp bei Starbucks, auf den Rückweg gemacht. Insgesamt hatten wir einen sehr schönen und lustigen Tag in New York City!
Am nächsten Tag war nachmittags das Cluster Meeting, wir haben uns bei Panera Bread getroffen und eigentlich nur unterhalten. Das war ganz nett, zwischendurch haben die Gesprächsthemen mich aber nicht so doll interessiert. Es war trotzdem ein schöner Nachmittag und der Kaffee war lecker! Als das eigentliche Cluster Meeting vorbei war, waren wir noch mit einigen Au Pairs bei Chipotle (mexikanisches Fast Food), was auch ganz nett war. Danach war ich mit Florentina und einem anderen deutschen Au Pair Frozen Yogurt essen, das war sehr lecker und schön. Wir haben uns gut und lange unterhalten und sind danach wieder nach Hause gefahren.
In der nächsten Woche haben Florentina und ich uns am Donnerstagvormittag bei mir getroffen und zusammen gekocht. Mein Gastvater hatte nämlich bei Costco (amerikanisches METRO) Butterspätzle gekauft, die haben wir dann gekocht. Dazu haben wir noch Bratkartoffeln und einen Salat gemacht. Das hat Spaß gemacht und echt gut geschmeckt, wobei die Butterspätzle nicht wirklich Spätzle waren. Es war aber trotzdem sehr lecker und es war einfach schön, mal wieder etwas deutsches zu essen!









Am nächsten Tag bin ich spontan nach Washington, DC gefahren, um Julia dort zu besuchen. Die wurde nämlich von einem Hund in ihrer Nachbarschaft gebissen und lag deswegen im Krankenhaus. Eigentlich war geplant, dass ich sie an einem anderen Wochenende besuche, aber wir haben das dann kurzfristig geändert, damit ich sie im Krankenhaus besuchen konnte. Julia tat mir echt leid! Die Bisswunde hat sich nämlich auch noch entzündet, sodass sie länger im Krankenhaus bleiben musste. Und ein Krankenhausaufenthalt, egal wie lang, ist mit das Schlimmste, was einem in so einem Jahr passieren kann, denke ich. Ich habe sie also im Krankenhaus besucht, nachdem ich angekommen war und habe den Tag mit ihr verbracht. Dieses Krankenhaus war echt wie im Film! Da gab es keine richtigen Zimmer, das war eigentlich einfach nur ein Flur, der durch Vorhänge in kleine „Zimmer“ aufgeteilt wurde. Diese Vorhänge hingen auch noch einen halben Meter über dem Boden. Man konnte also alles von den anderen hören und hatte fast keine Privatsphäre. Es wurde sich aber ganz gut um Julia gekümmert und ihre Gastfamilie war auch extrem gut für sie da. Wir haben beide echt Glück mit unseren Gastfamilien! Die behandeln uns wirklich wie Familie und kümmern sich um uns, als wären wir auch ihre Kinder. An dem Abend wurde Julia zum Glück entlassen und wir konnten abends zusammen mit ihrem Gastvater, der auch den Tag im Krankenhaus verbracht hatte, nach Hause fahren. Dort haben wir gegessen und sind bald auch ins Bett gegangen. Am nächsten Tag sind Julia, ihre Gastfamilie, eine Freundin von Julia und ich alle zusammen nach Annapolis gefahren. Dort haben wir uns die Naval Academy angeguckt, das ist sozusagen die Uni, wo Leute für die Navy (Marine der USA) ausgebildet werden. Das ist ein echt schöner Kampus und wir hatten auch sehr gutes Wetter! Als wir dort fertig waren, haben wir noch ein Eis gegessen, was sehr lecker war, und sind wieder zurück nach Hause gefahren. Dort haben wir irgendwann zu Abend gegessen und abends noch lange Fernsehen geguckt, bevor wir ins Bett gegangen sind. Der nächste Tag war auch schon wieder mein letzter Tag. Wir haben den Vormittag zu Hause verbracht, uns unterhalten, einen Film geguckt und dann haben Julia und ihre Gastmutter mich zur Bahnhaltestelle gefahren. Ich bin dann wieder zurück nach New York gefahren. Wir hatten ein ziemlich ruhiges, aber trotzdem sehr schönes Wochenende zusammen!






In der Woche darauf ist nicht viel passiert. Am Samstag habe ich mich aber wieder mit Florentina getroffen, wir waren bei Five Guys und haben uns danach mit einem neuen, deutschen Au Pair in einem süßen kleinen Café getroffen. Wir haben uns gut unterhalten und hatten einen schönen Nachmittag zusammen. Danach habe ich mich aber irgendwie nie wieder mit dem neuen Au Pair getroffen.
Am Dienstag danach haben wir einen neuen Hund bekommen und davon wussten die Kinder nichts. Sie hatten an dem Tag schulfrei und ich war mit ihnen im Children‘s Museum, während meine Gastmutter den Hund abgeholt und nach Hause gebracht hat. Wir waren ja im August auf Aruba und haben dort einen Straßenhund gesehen. Den haben wir auch gefüttert und mussten dann natürlich weiter, ohne den Hund mitzunehmen. Mein älteres Gastkind fand das sehr schlimm und hat total geweint. Meine Gastmutter meinte noch, dass sie den Hund mitnehmen würde, wenn sie könnte. Als wir dann wieder in New York waren, hat irgendwer den Hund auf Facebook gepostet und dann hat meine Gastmutter kommentiert, dass sie ihm gerne geholfen hätte. Darauf hat sich dann jemand gemeldet, der Hunde von der Straße rettet und letztendlich haben meine Gasteltern diesen Hund dann wirklich adoptiert sozusagen. Jetzt haben wir also drei Hunde: zwei Dackel und dieser etwas größere Hund aus Aruba. Die Kinder wussten zwar, dass wir den Hund bekommen würden, sie wussten aber nicht, wann. Als ich dann abends mit ihnen nach Hause kam, war also Ruby, so haben wir den neuen Hund genannt, da. Mein jüngeres Gastkind fand das nicht so cool, sie hat eigentlich große Angst vor Hunden. Die ersten paar Tage, die Ruby da war, hat mein jüngeres Gastkind also viel geschrien, aber sie hat sich relativ schnell an Ruby gewöhnt und hat seitdem auch nicht mehr ganz so große Angst vor Hunden wie vorher.
Als letztes war ich ein paar Tage später vormittags mit Florentina frühstücken und zwar bei IHOP. Das ist eine Kette, die rund um die Uhr geöffnet hat und mehr oder weniger Fast Food anbietet. Ich hatte einen French Toast, der eigentlich auch ganz lecker war. Die Früchte darauf waren nicht ganz so lecker, aber es war trotzdem ein cooles Erlebnis.

So, das war‘s auch schon wieder mit diesem Eintrag. Vielen Dank für‘s Lesen!
Bis zum nächsten Mal!

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